Als Schöneberger Insel oder auch Rote Insel wird in Berlin das
von drei S-Bahn-Linien umschlossene Dreieck im Osten Schönebergs bezeichnet,
dessen Eckpunkte die S-Bahnhöfe Yorckstraße, Schöneberg
und Papestraße (jetzt Fernbahnhof "Südkreuz") bilden.
"Rot" war die Insel zwischen den Gleisen wegen
des hohen Anteils an Linken in der Bevölkerung bis in die Nazizeit hinein (sagen die
einen), oder weil 1879 der "Bierverleger" (was immer das sein mag) Becker hier die rote Fahne hißte
(sagen die anderen).
Als gesichert kann jedoch gelten, daß auf der Insel mit Marlene Dietrich
und Hildegard Knef zwei tragende Säulen abendländischer Kultur
geboren wurden.
Die Bebauung dieses multi-kulturellen Viertels besteht überwiegend aus
vierstöckigen Wohnhäusern, die zwischen 1870 und 1908 errichtet wurden.
Das eigentliche Wahrzeichen der Insel ist jedoch der weithin
sichtbare Gasometer an der Torgauer Straße, ein gewaltiges Eisengerippe,
das 1910 von der englischen "Imperial Continental Gas Association" gebaut wurde.
2007 wurde der Gasometer an einen privaten Investor verkauft. Näheres dazu
hier.